Hoch- und Tiefbauamt der Stadt Zürich stellen sich gegen das Gewerbe

Medienmitteilung

Gestern Dienstag führten die Gewerkschaften in der Stadt Zürich einen sogenannten Protesttag durch. In der Folge kam es im Zentrum von Zürich zu schwersten Verkehrsbehinderungen für den MIV und den ÖV und somit auch zu Beeinträchtigungen für alle rechtschaffende Angestellten in anderen Branchen, die mit den Anliegen der Unia nichts am Hut haben.

Der gestrige Streiktag mitten in Zürich hatte nicht nur für einige Baufirmen finanzielle Konsequenzen zur Folge, da diese an einigen Orten in der Stadt die Arbeit einstellen mussten. Ausfälle finanzieller Natur hatten auch viele Zulieferbetriebe und das Baunebengewerbe zu gewärtigen, da sie in ihrer Tätigkeit ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden. So waren Transportfirmen teilweise erst am Morgen darüber informiert worden, dass ihre Lieferaufträge zu den Baustellen nicht erfolgen können. Auch in Kleinbetrieben standen zahlreiche Lastwagen still. Massive Verdienstausfälle bei diesen Unternehmen sind die Folge.

Das gesamte Gewerbe samt Detailhandel in Zürich war vom Chaos betroffen, welches durch die Blockierung des Centrals und der Bahnhofstrasse durch den Demonstrationszug ausgelöst wurde. Der MIV und der ÖV brach während Stunden praktisch völlig zusammen. Dies verursachte für das Gewerbe und auch für die Allgemeinheit Umwege und Zeitverluste, was wiederum beim gesamten Gewerbe zu deutlichen Einbussen führte.

Nicht akzeptieren kann der GVZ aber insbesondere den Umstand, dass zwei Dienstabteilungen der Stadt Zürich im Vorfeld des Streiktages die Baufirmen dazu aufgerufen haben, ihre Arbeiten zugunsten der Demonstrationen einzustellen und zugleich darauf hinwiesen, dass dies für die Bauunternehmen ohne Kostenfolgen für die Bauvorhaben zu erfolgen habe. Wir protestieren in alles Form gegen diese Parteinahme. Es sei darin erinnert, dass zwischen den Sozialpartnern weiterhin absolute Friedenspflicht gilt. Streiks und andere arbeitsstörende Beeinflussungen sind ausdrücklich verboten.

Der GVZ ruft den Stadtrat von Zürich eindringlich dazu auf, sich bei Arbeitskonflikten unparteiisch zu verhalten und dafür zu sorgen, dass der vielgepriesene Einsatz fürs Gewerbe durch die Stadt nicht weiterhin nur hohle Phrasen sind.

Kontakt:

Nicole Barandun-Gross, Präsidentin GVZ, Tel. 079 744 20 75

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