Mitgliederanlass 2021

Am 14. September 2021 durfte GVZ-Präsidentin Nicole Barandun nach Monaten mit Absagen und Verschiebungen von Anlässen rund 130 Mitglieder und Gäste im Kongresshaus Zürich zum Mitgliederanlass begrüssen. Dank 3-G-Konzept stand einem ungezwungenen Austausch von Angesicht zu Angesicht nichts mehr im Weg: Es wurde rege diskutiert, debattiert, gelacht und genossen. Freude herrschte!

Grussadressen

GVZ-Präsidentin Nicole Barandun durfte neben den Mitgliedern und weiteren Gästen auch Regierungsrat Ernst Stockerbegrüssen. Seine Anwesenheit verdeutliche die Wichtigkeit der KMU aus der Stadt Zürich für den Kanton. Ebenso begrüsste sie Yasmin und Marc Bourgeois, sie Gemeinderätin, er Kantonsrat, und Bruno Kammerer, einer der Väter des historischen Parkplatzkompromisses, der heute leider leichtfertig auf die Halde der Geschichte geworfen werde. Herzlich willkommen hiess Nicole Barandun auch KGV-Präsident Werner Scherrer. Sie beide hätten nicht gedacht, dass Verbandsarbeit und Lobbying eine ganz andere Dimension erreichen würden. Hier sei es ganz unmittelbar ans Eingemachte gegangen und für einmal nicht um pingelige Vorschriften, fehlende Zufahrten und Güterumschlagplätze, sondern ums finanzielle Überleben unserer KMU, um Rechtliches rund um komplexe Fragen des Arbeitsrechts und der Entschädigungen und noch vielem mehr. Ebenso begrüsste sie Dieter Kläy, Vorstandsmitglied des KGV und Sekretär des SGV, der während der Pandemie eine direkte Information ermöglichte und Anliegen auch direkt an den SGV zurückmeldete. Verlässliche Partner habe der GVZ auch bei der Stadt, so begrüsste Nicole Barandun Jürg Christen von der Dienstabteilung Verkehr (DAV) und Günther Arber, Stv. Direktor Stadtentwicklung, als Kenner der Bedürfnisse des Gewerbes der Stadt Zürich. Ihren Dank richtete die Präsidentin an Ursula Woodtli, Geschäftsführerin des GVZ, welche sich während der schwierigen Zeit stets mit aller Kraft dafür eingesetzt habe, dass jedes Anliegen wenn immer möglich gelöst werden konnte.

Blick zurück, aber vor allem nach vorn

In ihrer launigen Ansprache liess Nicole Barandun die letzten Monate Revue passieren, zeigte, wie mit Pragmatismus, Innovationsfähigkeit und viel persönlichem Einsatz kleine, aber auch grössere Hürden genommen werden konnten. So wies sie u.a. auf die weissen Markierungen auf den Boulevardterrassen der Gastronomie hin, über die kein Stuhlbein hinausragen durfte. Während der Pandemie ging’s plötzlich: erst mit den bestehenden Tischen, dann auch mit etwas mehr. Den Zürcherinnen und Zürchern habe es gefallen. Warum könne man das nicht so belassen? Die Gewerbeparkkarte war – wenn auch nur für kurze Zeit – überall gültig. Und das ohne höheren Preis! Der GVZ setze sich weiterhin dafür ein, man sei schliesslich am Arbeiten, wenn man mit dem Auto unterwegs sei, und nicht auf einem «Blueschtfährtli».

Statt der neuen planwirtschaftlich organisierten Quartierzentren, wie sie der neue Richtplan vorsehe, sei man mit den gewachsenen Quartieren und Strukturen sehr zufrieden. Auch brauche man keine Grillpartys von Fremden in den eigenen Gärten, dafür halt hin und wieder einen Parkplatz vor Ort. Damit das so bleibe, könne man sich bei Free Züri engagieren.

Die KMU in der Stadt Zürich übernähmen Verantwortung und würden anpacken. Die KMU seien Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. So schützten sie ihre Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden sowie ihre Betriebe, und das schon während der ganze Pandemie. Und: Sie hielten die Stadt am Laufen.

Als Gastronom im Auge des Sturms

In seinem Referat «In der Jahrhundertkrise die Lebensfreude bewahren» ging Rudi Bindella jun., wohl stellvertretend für viele Anwesende, auf Werte, Verbundenheit, Zusammenhalt und Diversifikation ein und erklärte, wie Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmenden und die notwendige Hartnäckigkeit gegenüber den Verantwortlichen in Stadt, Kanton und Bund ihn durch die Krise begleitet hätten.

Beim anschliessenden Apéro riche, offeriert von der Zürcher Kantonalbank, blieb genügend Zeit für den Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten. Die Riesentorte zum 180-Jahre-Jubiläum des GVZ rundete dabei die vielen genussvollen Momente des Abends wirkungsvoll ab. Ein Signal für die Zukunft! (LF)

Lassen Sie sich den Mitgliederanlass mit unserer Bildergalerie in Erinnerung rufen