Wortbruch auf dem Rücken des Gewerbes: Der Stadtrat hintergeht Stadt und Wirtschaft!
Der erarbeitete Kompromiss zur Parkkartenverordnung war ein unteilbares Gesamtpaket. Der Gewerbeverband der Stadt Zürich (GVZ) verurteilt die einseitige Rosinenpickerei des Stadtrats aufs Schärfste und fordert das unverzügliche Ende dieser gewerbefeindlichen Politik.
Heute verfehlt der Stadtrat jeden Anstand: Die Anwohnerparkkarte wird per 1. Januar 2027 knallhart durchgedrückt, während die essenzielle Gewerbebewilligung angeblich wegen zweier Rekurse blockiert bleibt.
Dieses Vorgehen ist ein beispielloser Wortbruch. Bereits in den Verhandlungen hat der GVZ eine Entkopplung der Vorlagen verlangt – was der Stadtrat gebetsmühlenartig als unmöglich ablehnte. Dass dasselbe Gesamtpaket, das der Bevölkerung vor der Abstimmung scheinheilig als ausgewogener Kompromiss verkauft wurde, nun einseitig durchgepeitscht wird, ist ein gezielter Schlag ins Gesicht der Zürcher Stimmbevölkerung. Das Basiskompromiss-Versprechen war eine reine Nebelpetarde, um die Vorlage durchzubringen. Die Quittung zahlt die Bevölkerung, während das Gewerbe eiskalt im Regen stehen gelassen wird.
Der heute klammheimlich nachgeschobene Rabatt für Handwerks- und Servicebetriebe (CHF 360 statt 480 für bis zu 6 Kontrollschilder) ist nicht mehr als ein lächerlicher Augenwischerei-Trostpreis. Wichtige Fragen – etwa zur Anpassung der Einzelfahrzeug-Bewilligung – lässt die Stadt vorsätzlich im Dunkeln. Das fundamentale Problem bleibt ungelöst: Diese Bewilligung pfercht das Gewerbe weiterhin auf die Blauen Zonen und verweigert ihm jeglichen echten Mehrwert der erweiterten Gewerbeparkkarte.
Der GVZ ist nicht nur konsterniert, sondern verlangt vom Stadtrat eine sofortige Kehrtwende. Wer Parkplätze im Eiltempo vernichtet und Betrieben funktionsfähige Bewilligungen verweigert, sabotiert vorsätzlich die Versorgungssicherheit der gesamten Stadt Zürich.
MEDIENMITTEILUNG: Wortbruch auf dem Rücken des Gewerbes: Stadtrat hintergeht Stadt und Wirtschaft!
| 22.10.2026 | MEDIENMITTEILUNG Wortbruch auf dem Rücken des Gewerbes: Der Stadtrat hintergeht Stadt und Wirtschaft! | PDF (214.6 kB) |
