Es weihnachtet, die Lichter gehen aus?

Kolumne

Advent, Advent! Wieder mit allem, was dazugehört. Es weihnachtet in den heimeligen Stuben mit Guetzliduft und Tannengrün, aber auch in den Geschäften und Schaufenstern wird nicht mit Deko gegeizt.

Weihnachtsmusik überall. Glühwein ist wieder hoch im Kurs, Weihnachtsmärkte laden zum Verweilen ein. Freude verbreiten «The Singing Christmas Tree» und die wieder erstrahlte Lucy über der Bahnhofstrasse. Und dass es auch mit dem Christchindlimärt auf dem Fraumünsterplatz geklappt hat, macht doppelt Freude.

Alles, was recht ist

Noch ist es nicht ganz geschafft. Dem Energienotstand ist das abends frühere Abschalten von Lucy geschuldet – damit können wir leben. Da gibt es aber auch welche, denen kann man es nie recht machen. Den einen leuchten immer und gerade zur Weihnachtszeit generell zu wenig Gender-Sternchen. Und alle Jahre wieder ist mancherorts hängig, ob das Krippenspiel nun aufgeführt werden darf oder nicht, ob Maria und Josef neu mit Pseudonym und als Erziehungsberechtigte aufzuführen seien oder ob der Samichlaus ein abzuschaffendes Relikt aus Zeiten sei, als Kindern mit bösen, alten, weis(s)en Männern Angst gemacht wurde. Nun, immerhin die Buchführung des letzteren kann so aussehen, dass mit Lob motiviert und mit Augenzwinkern Verbesserungspotenzial aufgezeigt wird – was im Übrigen in vielen Lebensbereichen positive Wirkung zeigen würde.

Wenn’s dunkel wird

Man könnte das Glas auch halb voll, nicht halb leer sehen. Trotz vielen Unwägbarkeiten zeigen die KMU Unternehmergeist, setzen auf ihre Stärken und lassen sich nicht bremsen durch das, was nicht läuft. Sie freuen sich auch 2023 auf zufriedene Kundschaft in der Stadt Zürich. Während fürs Kosmos die friedvolle Vorweihnachtszeit etwas zu spät kommt und Streit, Missgunst und vor allem Misswirtschaft zum vorzeitigen Lichterlöschen führten, flackern im Kongresshaus immerhin noch die Kronleuchter. In der Hoffnung, dass nicht noch Päckli voller Subventionen unter den Baum gelegt werden, um zu retten, was nicht mehr zu retten ist, wünsche ich Ihnen allen frohe Festtage und ein gutes, erfolgreiches neues Jahr!

Nicole Barandun-Gross

Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich

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